Zweckbau und Rekonstruktion


Sanierung, Wiederaufbau und DDR-Architektur

 

Seit 1990 wurde die nahezu unveränderte, historische Bausubstanz fast vollständig saniert. Das große Interesse privater Investoren macht dieses möglich, während das eine oder andere öffentliche oder wenig attraktive Gebäude in etwas verstaubtem Glanz sein Dasein fristet.

Kaum ein Thema in der Stadtentwicklung wird so kontrovers und häufig emotional diskutiert wie der Abriss, Erhalt und Wiederaufbau von Architektur. Leider wird hierbei häufig der politisch-ideologische Hintergrund in den Vordergrund gerückt. Weit bedeutender erscheint die Frage, ob mit Liebe zur Schönheit und Leidenschaft für Gestaltung entworfen und gebaut wurde, was bis zum Ende des 19. Jahrhundert überwiegend der Fall war.

Müssen funktionelle Zweckbauten eine unbegrenzte Daseinsberechtigung haben, wenn Zustand und Nutzen diese in Frage stellen? Dieses unabhängig davon, wo und unter welcher politischen Führung sie errichtet wurden. Der Anspruch, eine Vielzahl von Menschen dem jeweiligen Wohlstands-Anspruch entsprechend »effizient« unterzubringen hat sich kaum geändert, allenfalls die Beweg- und Hintergründe.

Ob man historische Bauten in moderner Stahlbeton-Bauweise nachempfinden sollte, ist ebenfalls eine höchst umstrittene Frage.

 

Kunstwerk »Zugabe« im Innenhof des Stadtschlosses / Das Stadtschloss vor dem Hotel Mercure / Gebäude der FH Potsdam / FH Potsdam vor Nikolaikirche / Pavillon »Seerose« / Sanierung und Neubau Speicherstadt / Wohn-Hochhäuser