Villenkolonie Babelsberg


Die Villenkolonie Neubabelsberg

 

Die Villenkolonie Babelsberg wurde 1871 durch die Architekten Böckmann und Ende als »Societät Neubabelsberg« gegründet. Während der blühenden Kaiserzeit zogen Bankiers, Großkaufleute und Intellektuelle aus Berlin dorthin oder errichteten Landhäuser. Bedeutende Architekten wie Egon Eiermann, Alfred Grenander, Hermann Muthesius und Mies van der Rohe wurden tätig und es entwickelte sich eine einzigartige Vielfalt an Architektur. Ab 1920 wählten außerdem viele UFA-Stars ihren Wohnsitz in der Villenkolonie.

Nach der Machtergreifung Hitlers kam es zu zahlreichen Enteignungen, da ein Großteil der Eigentümer Juden war. Nach Ende des zweiten Weltkrieges residierten Churchill, Stalin und Trumann in drei der Villen während des Potsdamer Abkommens, das ganze Gebiet wurde von der sowjetischen Armee besetzt. Danach zogen neue »Mieter« in die Villen – neben diversen öffentlichen Einrichtungen wurden dort die Filmhochschule und Einrichtungen des Militärs und der Staatssicherheit untergebracht.

Seit dem Ende der DDR-Zeit wurde um Eigentumsrechte gerungen – bis heute dauert der Streit um den Uferweg am Griebnitzsee an.

 

Villa Urbig / Villa von Arnim / Villa Saltzmann / Villa Wentzel-Heckmann / Villa Guggenheim